Kapelle St. Nikolaus in Laubbach

St. Nikolaus in Laubbach
St. Nikolaus in Laubbach

Der Ort Laubbach, früher hieß er Luppach, wird erstmals in Zusammenhang mit seiner Kapelle erwähnt. Im 12. Jahrhundert gehörte der Ort zum Kloster Salem. Es wird angenommen, dass die Kapelle erstmals im Jahre 1180 zu Ehren der Mutter Gottes, als Marienkapelle erbaut wurde. Jedenfalls hat Herr Kempe festgestellt, „dass der Laubbacher Priester Leoward, diese um 1204 schon 24 Jahre lang betreut hatte. Anzunehmen ist, dass die Stifter, die Edlen Berengar und Konrad sind, deren Sitz Schloß Schussenried war. Sie schenkten dem Kloster zur Gründung ihren ganzen Besitz, unter anderem auch Laubbach und traten selbst in die Klostergemeinschaft ein."

Im Jahre 1677 verkaufte das Kloster Schussenried den Ort an die Grafen zu Königsegg. Mit der Herrschaft Königseggwald kam Laubbach nach der napoleonischen Flurbereinigung 1806 unter württembergische Staatshoheit. Im Jahre 1829 wurde Laubbach als selbständige Gemeinde, mit Unter- und Oberweiler als sogenannte Parzellen von Königseggwald getrennt. Seit der Gemeindereform 1974 gehört Laubbach zur politischen Gesamtgemeinde Ostrach.

Ein Bericht aus dem Jahre 1803 verrät uns, wie die Pfarrei Ostrach etwa 190 Jahre vorher aussah, also so um ca. 1613. Die Pfarrei Ostrach gehörte damals zur Diözese Konstanz und zum Landkapitel, heute Dekanat, Mengen. Unter den kirchlichen Filialorten war damals auch aufgeführt: Laubbach und einige Höfe von Unterweiler, gräflich königseggwaldsche Orte. Diese Zugehörigkeit ist auch heute noch der Grund, weshalb der Filialort Laubbach zur Diözese Rottenburg-Stuttgart gehört.

Eine andere Quelle besagt:
Die Laubbacher Marienkapelle wurde Anfang des 13. Jahrhundert erwähnt. Gelegen oberhalb des Dorfes auf hoher Hügelkuppe. Somit kann der Ort Laubbach auf gut 800 Jahre Kirchengeschichte zurück blicken.

Die Jahre gingen an der Kapelle nicht spurlos vorbei. Wahrscheinlich um 1602 wurde sie neu erbaut, in verspäteter Gotik.

Der Turm wurde erst im Jahre 1868 angebaut und misst 27,28 Meter, mit dem  Kreuz kommt er auf eine stolze Größe von 28,70 Metern. Damals wurden auch zwei neue Glocken angeschafft. Jede dieser Glocken, wurde Opfer eines Krieges. erst seit 1955 ist das Geläute in St. Nikolaus wieder vollständig. →Details zum Geläute
Mitte der 1980-iger Jahre wurde die Kapelle außen renoviert und in den Jahren 1993 – 1995 erfolgte die Innenrenovation mit einem Kostenaufwand in Höhe von rund 411.000,00 DM. Eine größere Renovation von Dach und Ausbesserung der Giebelseiten mit rund 130 Tsd Euro stand 2008 an.