Die Kirchen in der Gemeinde Ostrach

Die Kirchengemeinde besteht seit 2002 aus sieben Pfarrgemeinden mit teilweise mehreren Filialgemeinden. die auch eigene Kapellen besitzen. In der Pfarrgemeinde Habsthal-Rosna befindet sich weiterhin das Kloster Habsthal, heute ein Frauenkloster der Benediktinerinnen von Hermetschwil Kanton Aargau, seit 1986 eigenständiges Konventualpriorat.

Der Pfarrgemeinderat von Ostrach hat im November 1991 beschlossen, im Rahmen der Partnerschaft Freiburg – Peru, eine Partnerschaft mit einer Pfarrgemeinde in Peru einzugehen. Im Februar 1992 fiel die Entscheidung, aufgrund einer Empfehlung aus Freiburg, für die Pfarrgemeinde Nuestra Senora de Guadalupe.

Die Evangelische Kirchengemeinde Ostrach-Wald wurde 1951 gegründet. Sie besteht heute aus den Gemeinden Ostrach und Wald und den dazugehörigen Ortsteilen und zählt insgesamt 1.300 Gemeindeglieder.

Die Pfarrgemeinden sind (Gemeindemitglieder in Klammern):

Ostrach Kirche St. Pankratius (2738)

mit den Filialkapellen in den Ortsteilen Jettkofen St. Wolfgang, Wangen St. Michael, Kalkreute St. Wendelin, Laubbach St. Nikolaus und in Ostrach die Elisabethenhauskapelle Hl Kreuz/Kreuzerhöhung.
Die Pfarrei ist Träger der Kindergärten St. Pankratius und St. Monika, ausserdem eine von 19 Trägerpfarreien der Sozialstation St. Elisabeth.
Kurioses:
Der Filialort Unterweiler gehört zu den Pfarrgemeinden Ostrach, Hoßkirch und Königseggwald und mit deren Zugehörigkeit auch in die zwei Diözesen Freiburg und Rottenburg-Stuttgart.
Die Filialorte Jettkofen und Laubbach gehören ebenfalls zur Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Burgweiler Kirche St. Blasius (716)

mit den Filialkapellen in den Ortsteilen Hahnennest St. Michael, Waldbeuren St. Mauritius und in Illmensee-Judentenberg St. Martin.
Die Pfarrei ist Träger des Kindergartens St. Blasius und Trägergemeinde der Sozialstation St. Elisabeth.

Einhart Kirche St. Nikolaus (306)

Die Kirche wurde erstmals anno 1220 genannt.

Rosna Kirche St. Michael (324))

Die Pfarrgemeinde wurde 1825 in Habsthal errichtet und 2012 nach Rosna verlegt. Dies erfolgte durch Dekret von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch mit Wirkung vom 12. März 2012.
Die Kirche im Stadtteil Mengen-Rosna St. Michael stammt aus dem 12. Jhd. und die Bruder-Klaus-Kapelle  wurde 2001 erbaut und befindet sich in Privatbesitz.

1259 erfolgt die Grundsteinlegung für den Bau einer Kirche und eines Klosters in Habsthal, in das Mengener Dominikaner-Schwestern in der Folge übersiedeln. Zur Geschichte des Klosters finden Sie hier weitere Information.

Levertsweiler Kirche St. Luzia (223)

 

Levertsweiler wird schon sehr früh als Pfarrdorf erwähnt. Erste Kunde erhalten wir im Jahre 1228. Ein zuverlässiger Bericht über die Zugehörigkeit dieser Kirche zum Dekanat Diengen (Hohentengen später Mengen) ist uns aus dem Jahre 1275 überliefert.
Das Dekanat unterstand dem Bischof von Konstanz. Zum Dekanat gehörten auch Einhart, Habsthal, Magenbuch und Ostrach. Nach der Auflösung des Bistums Konstanz wurde die Pfarrei Levertsweiler 1811 dem Dekanat Sigmaringen und der für Hohenzollern zuständigen Erzdiözese Freiburg zugeteilt.

Das Patronat (Schirmherrschaft)

Das Kirchenpatronat hat sich aus dem Eigentum des Grundherren an der auf seinem Boden stehenden Kirche herausgebildet.

Begründet wurde das Patronat durch Hergabe des Baugrundes für die Kirche, durch ihre Errichtung oder durch Geldleistungen für den Kirchenbau. Der Patronatsherr hatte Rechte und Pflichten gegenüber der Pfarrei. Dieser hatte u.a. das Vorschlagsrecht für die Besetzung der Pfarrstellen und bestimmte Ehrenrechte. Er hatte für die Instandhaltung der Kirchengebäude zu sorgen, die Pflicht der sogenannten Baulast.

Das Patronat über die Kirche in Levertsweiler übten im 13. Jahrhundert die Herren von Leiterberg aus. Sie hatten es als Lehen von den Grafen von Sigmaringen erhalten. Ortolf von Leiterberg übertrug es mit seinen anderen Besitzungen 1277 dem Kloster Salem, erhielt es aber gegen Zins bis zu seinem Tode 1290 zurück. Salem ließ sich dann die Pfarrei inkorporieren. Es zog nun die gesamten Einkünfte der Pfarrei an sich.

1803 gingen die Rechte und Pflichten des Patronatsherren an die Fürsten von Thurn und Taxis über. Ihr Vorschlagsrecht für den Pfarrer übten sie im Einvernehmen mit den Landesfürsten von Hohenzollern-Sigmaringen und dem Erzbischof von Freiburg aus.

Das Haus Thurn und Taxis  löste die Baulast und andere Verpflichtungen 1866 ab

Entnommen aus:
 „Heimatgeschichtliche Beilagen Nr. 4 vom Dezember 1988
Walter Kempe und P. Agreiter

Magenbuch Kirche St. Pankratius (196)

aus dem Jahre 1739 mit den Filialkapelle im Ortsteil Lausheim St. Rupert aus dem 12. Jhd.
2004 wurde der Kirch- und Dorfplatz als Dorfmittelpunkt neu gestaltet.

Tafertsweiler Kirche St. Urban (196)

aus dem Jahre 1846 mit der Barockkirche St. Michael im Ortsteil Bachhaupten von 1727/28.

Evangelische Kirchengemeinde Ostrach-Wald

Die Evangelische Kirchengemeinde Ostrach-Wald ist eine weitverzweigte Diasporagemeinde in einem traditionell katholisch geprägten Gebiet, das früher zu Hohenzollern-Sigmaringen gehörte. Unsere Kirchengemeinde wurde 1951 gegründet. Sie besteht heute aus den Gemeinden Ostrach und Wald und den dazugehörigen Ortsteilen und zählt insgesamt 1.300 Gemeindeglieder. In Ostrach befindet sich - gegenüber dem Friedhof - das Pfarramt und die Christuskirche, die 1956 erbaut und 2001 durch einen Anbau zu einem kleinen Gemeindezentrum erweitert wurde